KJS THINKLETTER | EVENTLETTER #1/2018

***ENGLISH BELOW***

  Aboonieren: Sende eine Email mit dem Betreff "subscribe" an storytelling@kattijisuk.com

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Liebe Thinkletter-Leser*innen,

ich wünsche euch einen erfrischenden Jahresbeginn! Hier kommt mein diesjähriger Think- und Eventletter-Auftakt. Mit Impulsen aus dem filmischen Story Consulting, Reflektionen aus dem systemischen Lebens-Coaching, einer herzlichen Schnuppertag-Einladung und einer feierlichen Nachricht von unserem Korea-Film.

Ich freu mich auf euer Wirkenlassen, Ausprobieren, Weiterdenken.
Katti

1. FRAGEN AUS DEM STORY CONSULTING
Darf ich Gefühle und Gedanken ins Drehbuch schreiben?

2. INSPIRATIONEN AUS DEM SYSTEMISCHEN LEBENS-COACHING
Fragen aus der Zukunft ans Jetzt

3. EINLADUNG
Schnuppertag Coaching & Hypnose

4. NEWS
Korea-Film ist fertig!

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1. FRAGEN AUS DEM STORY CONSULTING
 

Darf ich Gefühle und Gedanken ins Drehbuch schreiben?

Bei meiner Tätigkeit als Story Consultant treffe ich immer wieder auf ein hartnäckiges Gerücht übers filmische Schreiben: ‘Gefühle und Gedanken gehören nicht ins Drehbuch’.

Da widerspreche ich mit Vergnügen. In geilen Scripts nehmen uns die Autoren mit in die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Heldinnen. Abgesehen vom großen Lesegenuss erfüllt das vor allem den allerwichtigsten Zweck von Drehbüchern: das Filmteam, potentielle Geldgeber und andere Leserinnen in die cinematische Vision hineinzuziehen. Den Film schon auf dem Papier emotional erfahrbar machen.

Beispiele:
In Homeland will CIA-Agentin Carrie Mathison ihren Kollegen von ihrem jüngsten Terrorverdacht überzeugen. Ihr Kollege reagiert skeptisch. Das Drehbuch nimmt uns mit in ihren Schmerz und ihre Überzeugung: »His doubt hits her like a fist in the gut. But her conviction remains unshaken as she regards him with point blank urgency.«

Im Breaking Bad-Script tauchen wir in Walter Whites Selbsthass ein: »Walt lights MATCHES. He lets them burn, then tosses them in the pool. Several books’ worth are in there already -- little black squiggles gently bobbing on the surface. Walt is barely aware of what he’s doing. He looks like shit and feels even worse. Self-loathing, bereft, haunted, he hasn’t slept in days.«

Oft reichen auch eine Zeile oder ein paar Wörter, damit wir das Innenleben von Figuren miterleben:
»Will swallows. God, he wishes it wasn't his turn.« (Stranger Things), »Arya watches with worry as Robb bristles, his pride wounded.« (Game of Thrones) oder »And now we're on Charlie, Shannon, Sayid and Boone -- all of them, in total mind-bending shock at what's just happened.« (Lost)

Ganz geil, oder? Dennoch ist es wichtig, dass wir beim Drehbuchschreiben solche Gedanken und Gefühle immer mit Handlungen und Bildern verknüpfen.

So zeigt sich der Schmerz und die Überzeugung der CIA-Agentin in Homeland in ihrem tränenreichen Kampf, dem Terrorverdächtigen per verbotener Überwachung auf die Schliche zu kommen. Walter Whites Gefühle sind mit dem Bild der Streichhölzer im Pool verknüpft. Und mit einer Handlungskette, die zu einem Flugzeugunglück geführt hat, an dem er sich schuldig sieht.

Sichtbare Bilder und Handlungen transportieren die Gedanken und Gefühle unserer Figuren auf die Leinwand und damit in die Köpfe und Herzen der Zuschauer.

 

2. INSPIRATIONEN AUS DEM SYSTEMISCHEN LEBENS-COACHING
 

Fragen aus der Zukunft ans Jetzt

Bei meiner Arbeit als systemische Coach habe ich es oft mit schwierigen Entscheidungsfragen zu tun.
Wenn wir gerade nicht wissen, welcher Weg der richtige sein könnte, lohnt es sich, einfach mal unser zukünftiges Ich dazu zu befragen. So können wir Lösungswege oder Entscheidungen entdecken, die bereits versteckt in uns liegen.

Zum Beispiel kam neulich ein Klient mit einer fetten Jobkrise ins Coaching. Er konnte sich nicht entscheiden, ob er kämpfen oder kündigen soll. Ich hab ihn gefragt “Angenommen, im Sommer blickst du auf diese schwere Zeit zurück. Du bist froh, welche Entscheidung du damals getroffen hast. Was glaubst du, wofür du dich dann entschieden haben wirst?” Mit Trauer und Erleichterung wusste er dann, dass er sich von seinem Hass-Liebe-Job trennen will.

Auch in kleineren Entscheidungssituationen stell ich diese Frage aus der Zukunft ans Jetzt – auch gerne an mich selbst. Z.B. Wenn ich beim Essayschreiben nicht weiß, ob ich den Text lieber mit einer persönlichen Anekdote oder einer gesellschaftlichen Kontroverse beginnen soll. Dann frage ich mich “Angenommen, du schickst den Text zur morgigen Deadline mit einem richtig guten Gefühl ab. Wie beginnt der Essay dann?”

Zum Ausprobieren: Such dir eine kleine Entscheidungsfrage aus, die du in den nächsten zwei Wochen für dich beantwortet haben willst. Stell dir dich selbst in drei Wochen vor. Du blickst zurück und bist froh über deine Entscheidung. Wie hast du dich dann entschieden?

 

3. EINLADUNG
 

28. Februar | Berlin
Schnuppertag Coaching & Hypnose

Kostenlos, unverbindlich, unter vier Augen

Den Tag mit stundenlangem Schreiben im Ohrensessel beginnen. Mit Coffee To Go zum Nachmittags-Meeting spazieren und dort neonfarbene Filmplakate skizzieren. Danach beim Yoga die Muskeln zum Brennen bringen. Und zum Feierabend in der Tapas-Bar dann ein Glas Rioja.
Schön wär’s!

Stattdessen vom hysterischen Chef wach geklingelt, wegen Facebook und What’s App kein Wort zu Papier gebracht, triefendes Plastik-Pizzabrötchen beim Gehen in den Mund gestopft, abends beim Wein über Schmatzgeräusche und Gabelquietschen gestritten.

Wie wir unsere Zeit anders gestalten, um uns selbst geile Morgende, Mittage und Abende zu schenken – das und vieles mehr könnt ihr bei einem kostenlosen Schnupper-Coaching am 28. Februar mit mir ausprobieren. Bei Fragen und Interesse schreibt mir einfach: mail@kattijisuk.com Ich freue mich auf euch! (Deutsch und Englisch möglich)

Außerdem: Wer sich z.B. gerne das Rauchen abgewöhnen will, sein Essverhalten verändern möchte oder Lust hat, auch ganz andere Gewohnheiten anders zu gestalten, ist an dem Tag herzlich zu einer Schnupper-Hypnose bei meiner wunderbaren Kollegin Alexandra eingeladen: mail@deine-hypnose.de (Zur Zeit nur auf Deutsch)

 

4. NEWS

Unser Korea-Film ist fertig!

Soeben hat das Sounddesign von HOW ABOUT HAVING A FASCINATION OF MIND den letzten Schliff bekommen!

Nach der Team-Premiere Ende Februar werden wir baldige Gelegenheiten verkünden, zu denen ihr unseren Doku-Animations-Film sehen könnt. Mit riesigem Vergnügen werden wir euch dann auf der Leinwand mit nach Korea nehmen und gemeinsam in die Welt von POOP, SMALL FACES und DVD BANGs eintauchen.


***ENGLISH***

Dear readers,

Welcome to the first think and events letter of 2018! I hope you've had a refreshing start to the new year. In this issue: a myth-busting tip that’ll bring your screenplays to life, a handy hint from my work as a systemic life coach, an invitation to a taster day, and an exciting update on our film about Korea.

I hope you have fun exploring and experimenting with these ideas -- and I’m excited to hear how you get on!

Katti

1. STORY CONSULTING TIPS
Should I include character’s thoughts and feelings in my scripts?

2. INSPIRATION FROM SYSTEMIC LIFE COACHING
Ask the future about the present

3. INVITATION
Coaching & hypnosis taster day

4. NEWS
Korea film finished!

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1. STORY CONSULTING TIPS

Should I include characters’ thoughts and feelings in my scripts?

In my work as a story consultant, I often hear a persistent myth about writing for film: “Screenplays shouldn’t include the characters’ thoughts and feelings.”

I couldn't disagree more! Truly great scripts let us in on what their heroes are thinking and feeling. And it's not just about making them readable, it actually helps the screenplays fulfil their prime function: to convey the movie’s vision to the film team, potential backers and other readers. It means the film is emotionally engaging even as a script.

Some examples:
In Homeland, CIA agent Carrie Mathison is trying to convince a fellow agent of her latest hunch about a terror suspect, but he is sceptical. The screenplay gives us an insight into her pain and the strength of her belief: “His doubt hits her like a fist in the gut. But her conviction remains unshaken as she regards him with point blank urgency.”

In the script for Breaking Bad, we delve into Walter White's self-hatred: “Walt lights MATCHES. He lets them burn, then tosses them in the pool. Several books’ worth are in there already -- little black squiggles gently bobbing on the surface. Walt is barely aware of what he’s doing. He looks like shit and feels even worse. Self-loathing, bereft, haunted, he hasn’t slept in days.”

Often, just one line or a few words are all it takes for us to experience the inner life of the characters:
“Will swallows. God, he wishes it wasn't his turn.” (Stranger Things) “Arya watches with worry as Robb bristles, his pride wounded.” (Game of Thrones) “And now we're on Charlie, Shannon, Sayid and Boone -- all of them, in total mind-bending shock at what's just happened.” (Lost)

Cool, right? But it's important in script writing that we always connect these thoughts and feelings with actions and images.

For instance, the pain and conviction of the CIA agent in Homeland is played out in her tearful struggle to catch the terror suspect using illegal surveillance tactics. Walter White's feelings are linked to the image of the matches in the pool -- and with a chain of events that led to a plane crash for which he considers himself responsible.

Visible images and actions transport the thoughts and feelings of our characters onto the screen and into the hearts and minds of the viewers.

 

2. INSPIRATION FROM SYSTEMIC LIFE COACHING

Asking the future about the present

In my systemic coaching sessions, we often talk about how to deal with difficult decisions.

When we're not sure which path to take, it often helps to ask our future selves for advice. This allows us to discover solutions or decisions that are hidden inside ourselves.

For example, recently a client came to me who was going through a professional crisis. He couldn't decide whether he should fight on or quit. I asked him: “Imagine it's summer and you're looking back at this difficult time. You're happy with the decision you made. What do you think that decision was?” With a touch of sadness, but also a sense of relief, he knew then that he had to leave his love-hate job behind him.

Even with smaller decisions, I often call on the future for guidance. For instance, when I'm writing an essay and I don't know whether I want to begin with a personal anecdote or a contentious social issue. I ask myself: “Let's say you have a really good feeling as you send off the text tomorrow. How did the essay open?”

Try it yourself: think of a small decision that you need to make in the next couple of weeks. Imagine yourself in three weeks' time. You look back and are happy with what you decided. What was your decision?

 

3. INVITATION

28 February | Berlin
Coaching & hypnosis taster day
Free, no obligation, confidential

You spend your morning writing away in your armchair. Grabbing a coffee on the go, you stroll to an afternoon meeting where you design some neon-coloured film posters. Later at yoga class, you work up a satisfying sweat. And you round off your day with a glass of Rioja at the tapas bar.
Wouldn't that be nice?

Instead, you're woken by a call from your hysterical boss, manage barely a paragraph in between all the Facebook scrolling and compulsive WhatsApp checking, wolf down a hastily bought chicken wrap as you rush to an appointment, and you crown your day with a fight over dinner.

How can we manage our time so that we get the mornings, afternoons and evenings we really want? Learn this and much more at my free taster coaching session on 28 February. To sign up or if you have any questions, send me an email: mail@kattijisuk.com I look forward to seeing you there! (Offered in German and English.)

Are you trying to give up smoking? Do you want to change your eating behaviour? Or is there another habit you’d love to kick? For those interested, the day also includes a taster hypnosis session with the wonderful Alexandra: mail@deine-hypnose.de (Currently only available in German.)

 

4. NEWS

Korea film finished!

It’s finally here: we’ve just put the finishing touches to the sound design of HOW ABOUT HAVING A FASCINATION OF MIND.

After the team premiere at the end of February, we'll be announcing upcoming screening dates. We can't wait to show you our documentary -- and take you on a journey to Korea and into the world of POOP, SMALL FACES and DVD BANGs.

 

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